Made in Germany weltweit gefragt
Für 2012 prognostizieren Forscher ein Wachstum um weitere 1,8 Prozent. Vor allem Hochwertiges geht gut.
“Motor des Wachstums sind nach wie vor die Exporte. Doch auch von den inländischen Investitionen gehen starke Impulse aus”, sagte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner.
Die deutsche Wirtschaft profitiert besonders von der Spezialisierung auf hochwertige Industriegüter. Gerade wachstumsstarke Schwellenländer wie China beleben die Nachfrage. Die technologische Kompetenz unserer Exportwirtschaft schützt sie vor den Folgen eines hohen Eurokurses. Hochwertige Industriegüter werden trotzdem gekauft. Auch wenn sich die Weltmärkte im Laufe des Jahres abkühlen, “die deutschen Exporte werden davon nicht sehr stark betroffen sein“, so DIW-Vorstand Bert Rürup.
Arbeitslosigkeit noch niedriger
Das erfreulich starke Wirtschaftswachstum verbessert weiter die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Der spürbare Beschäftigungsaufbau setzt sich bis ins kommende Jahr fort. Die Arbeitslosigkeit sinkt weiter.
„Wir erwarten, dass die Arbeitslosenquote dieses Jahr im Schnitt bei sieben Prozent liegen wird und damit deutlich unter den fast acht Prozent im letzten Jahr“, sagt DIW-Konjunkturexperte Simon Junker.
Löhne steigen
Auch nächstes Jahr wird sich die Situation am Arbeitsmarkt noch einmal verbessern. Die Löhne dürften nach den DIW-Erwartungen dieses und vor allem nächstes Jahr kräftig steigen. “Vor allem in den exportorientierten Branchen sollten die Gewinne weiter kräftig wachsen. Davon dürften auch die Beschäftigten profitieren“, so Junker weiter.
Das DIW erwartet für 2011 durchschnittliche Pro-Kopf-Lohnsteigerungen von knapp zweieinhalb Prozent, für nächstes Jahr von fast drei Prozent.